Das bekannte Haus der Gerlachschmiede befindet sich in der Nähe des Rödertores, einer Torbastei an der Röderschütt in Rothenburg ob der Tauber und ist eines der reizvollsten Fachwerkhäuser Rothenburgs. Das Haus war vor 1945 ein Nebengebäude, eine Scheune mit einem großen Tor in der Mitte und hatte einen Giebel mit Sichtmauerwerk. Mit der Zufahrt von der Wenggasse her einmal von der Seite gesehen, mit dem Eingang zur Schmiede, dem Ausleger und einer Erinnerungstafel zum Wiederaufbau nach der Kriegszerstörung. In dem Hof dem Platz rechts am Haus, hinter dem Eisengitter hat der Gerlachschmied, der Schorsch die Pferde beschlagen, man konnte ihm da Zusehen. Nach der Arbeit erholte er sich öfters im Gasthaus Zum Breiterle gleich um die Ecke, da hatte er seinen Stammtisch und gönnte sich schon mal Eine Halbe im Gespräch mit anderen Handwerkern. Sehenswert ist der Giebel der Gerlachschmiede mit den Fenstern, den Fenstergittern und der bunten Wappentafel jetzt sehr schön zu sehen nach der Renovierung, so wie einem Ausleger an der Seite.
Der Gerlachschmied arbeitete noch bis ungefähr 1967, die Tafel bezw. der Stein erinnert an ihn und bei enem Rundgang konnte ich die Aufnahme machen und erinnerte mich an die letzten Begegnungen. Die Röderschütt, die Straße entlang der Wehrmauer vom Siebersturm hoch zum Rödertor, wird in einem früheren Beitrag beschrieben. Die Gerlachschmiede wurde bei dem Luftangriff im März 1945 total zerstört und um 1948/50 wieder aufgebaut, nach dem alten Erscheinungsbild, aber mit historisierenden Bauformen und einem Fachwerkgiebel. Im Jahre 1945 kurz vor Kriegsende wurden ca. vierzig Prozent der Stadt durch Bomben vernichtet. Das war ein sehr schwerer Schlag für die Stadt und besonders betroffen war das Gebiet zwischen dem Weißem Turm und dem Rödertor. Das zerstörte Gebiet wurde im ursprünglichen Zustand wieder aufgebaut. Fotos: © Leo Wirth
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