Der Weg ins Taubertal führt von der Spitalbastei im Süden Rothenburgs die Steige hinunter, am Kobolzeller Tor vorbei zur Doppelbrücke bei Kobolzell, weiter zum Topplerschlösschen und geradewegs nach Detwang.
Vor dem Spitaltor, an der Sausteige gelegen, führt die Strasse in mehreren Kurven in das Taubertal hinunter, begrenzt von der Mauer der letzten Stadterweiterung das Spitalgeländes von Rothenburg ob der Tauber. Auf der Südseite befindet sich der 1542 errichtete Ochsenbau des Spitals und stößt an einen urtümlich erhaltenen Graben. Der Zwinger vor diesem Abschnitt hieß Hirschgraben. (Ekkehart Tittmann). Mit dem Ausbau der Spitalbastei wurde ein kleiner Turm überflüssig. Die südwestliche Ecke des Kappenzipfels markiert der markante, quadratische Sauturm, auch Wildbadersturm genannt, wegen seiner Lage über dem Wildbad. Im Bild: der Sauturm im Januar. Dazu ein neuer Beitrag vom Sauturm am Hirschgraben.
In diesem, hinteren Bereich des Hospitals zum heiligen Geist befanden sich früher die Schweineställe. Der Abfall wurde über die Mauer gekippt, wo er von den Bauern abgeholt werden konnte. Der schräg verkantet stehende Turm vor der Stadtmauer, ist als Großstreichwehr anzusehen. Die Mauerbrücke, die den Sauturm mit der Ringmauer verbindet, wird auch Schwibbogen genannt und war früher wie der Wehrgang, gedeckt und mit Schießscharten versehen. Streichwehren waren Türme, die der Wehrmauer vorgestellt wurden um eine bessere Sicht nach den Seiten zu haben. Das Gelände unmittelbar vor der Mauer konnte so besser eingesehen werden und mit den Musketen besser bestrichen werden, also eine bessere Verteidigung ermöglichen. Die Bauzeit ist auf 1400 bis 1405 datiert. Im Bild: der Sauturm im Spätsommer. Fotos: © leo wirth
Siehe dazu den Spaziergang am Sauturm und zum Topplerschlößchen
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