Ein Sinnspruch in der Paradeisgasse. An aphorism at the paradise lane, a narrow street named “Paradeisgasse” at Rothenburg, where you can walking on air.
In der Paradeisgasse in Rothenburg ob der Tauber, die von der Galgengasse bergab zur Rödergasse führt, ist dieser Sinnspruch zu lesen. Die Deutung des Namens der Gasse ist unsicher, es gibt mehrere Versionen. In einer wird vermutet, dass es einen Garten aus klösterlichem Besitz gab und daher der Name käme. Eine andere, dass sich ein Kaufgewölbe dort befunden hätte, ein Kaufparadies. Eine dritte, dass an einem der Häuser eine Darstellung des Sündenfalls angebracht war?
Na, in jedem Fall ein schöner Spruch, der von den vorbeilaufenden Gästen der Stadt meist übersehen wird, denn keiner guckt in die Höhe, alle nur nach vorne. Eine Gruppe Amerikaner ging vor mir die Gasse hinunter, als sich einer umdrehte und mich fotografieren sah, kamen sie zurück. Die waren ganz begeistert von dem Sinnspruch und meinen Erklärungsversuchen zum Straßennahmen und zur Bedeutung des Spruches wie oben erwähnt. Weitere Sinnsprüche in Rothenburg gibt es in der Wenggasse oder in der Klingengasse
Im Haus daneben befindet sich ein Hotel und bekannter Gasthof, der zu den Pfingstfeiertagen geschmückt wurde, die “ Silberne Kanne “. Auf der anderen Seite kann man den bekannten Altschäfer Kurt Hanel finden, der dem Verein 'Historischer Schäfertanz' lange angehört. Etwas weiter unten dann ist an dem Haus Nr. 6 ein erhaltener Wappenstein, bezeichnet 1762 zu sehen. Die meisten Häuser waren im Krieg zerstört und sind danach neu aufgebaut worden, wie man an dem Datum an der Türe sehen kann.
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Das Haus Nr. 2 am Anfang der Paradeisgasse, von der Rödergasse aus gesehen, wurde 1536 als Herrschaftssitz erbaut und war dann vom Jahre 1704 an eine kleine Brauerei. Unbeschadet kam dieses Gebäude durch den Dreißigjährigen Krieg, unversehrt auch durch den Zweiten Weltkrieg.
Heute ein romantisches “Hotel Spitzweg“, an dem vieles im Haus an Spitzweg erinnert, den großen Maler der Romantik, der hier in Rothenburg gelebt und als Apotheker gearbeitet hat. Der Hausspruch der Familie Hocher lautet deshalb auch: “ Wer Spitzweg-Idylle mag, der fühlt sich hier wohl! “. Fotos: © leo wirth
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