Das Markgrafen-Museum in Ansbach hat neben einer umfangreichen Kaspar-Hauser-Sammlung, Naturgeschichte, Vor- u. Frühgeschichte, auch jede Menge Infos über Ansbach im Königreich Bayern. Hier wird die Geschichte der Stadt und ihrer Markgrafen dargestellt, ausgestellt sind Ansbacher Porzellane und Fayencen, Werke Ansbacher Hofmaler und ein Münzen- und Medaillenkabinett, alles gut präsentiert. Weiterhin beherbergt das Museum eine vor- und frühgeschichtliche Abteilung und eine besondere Attraktion ist die Kaspar Hauser Ausstellung im Erdgeschoss des Hauptgebäudes, in den Obergeschossen die Sammlungen zur Markgrafenzeit. Dazu wird eine wirklich gute Führung angeboten: “Auf den Spuren Kaspar Hausers“, bei der alle relevanten Orte angegangen werden und alle Ereignisse im Zusammenhang geschildert und erklärt werden. Im Bild die beiden Museumsgebäude mit dem Verbindungsgang der alten Stadtmauer.
Vor 175 Jahren, am 17. Dezember 1833, starb Kaspar Hauser in Ansbach nach einem Attentat im Hofgarten, das ihm drei Tage zuvor unter bis heute ungeklärten Umständen zugefügt worden war. Ganz genau und umfangreich kann man das alles bei Wikipedia Nachlesen. Jahre vorher, am Pfingstmontag 1828, war der junge verwahrloste Mann in Nürnberg aufgetaucht. “Sein ganzes Wesen und Benehmen zeigte an ihm ein kaum zwei- bis dreijähriges Kind in einem Jünglingskörper“, befand der Präsident des Appellationsgerichts zu Ansbach, Anselm Ritter von Feuerbach, der zu seinem Gönner wurde. Das Haus Feuerbachs befindet sich gegenüber dem Hofgarten-Eingang in der Bischof Meiser Strasse. Kaspar Hauser lernte sprechen und erzählte, dass er eingesperrt gewesen sei und niemals einen Menschen gesehen habe. Foto: Kaspar Hauser Denkmal, das Auftauchbild.
Das erste Attentat, das ein Unbekannter schon 1829 in Nürnberg auf ihn verübte, sorgte in ganz Europa für Aufsehen. Hauser kam nach Ansbach, wurde Schreiber am Gericht und soll der Liebling der Damenwelt gewesen sein. Er wurde zum “Kind von Europa“, dessen Geheimnis die Menschen beschäftigte. Am 14. Dezember 1833 wurde er im Ansbacher Hofgarten niedergestochen, drei Tage später starb er. Für uns alle verdient Kaspar Hauser ungeachtet seiner Herkunft vor allem Mitleid, denn er wurde zum Spielball von Interessen. Wenn man an seinem Grab auf dem Ansbacher Stadtfriedhof steht und die frischen Blumen sieht, die da immer wieder abgelegt werden, stellt man fest dass der Mythos weiterlebt und die Inschrift auf dem Grabstein wird noch lange gültig sein: "Hier ruht Kaspar Hauser - Rätsel seiner Zeit, unbekannt die Herkunft, mysteriös der Tod".
Ein Link zum Kunstverein Ansbach der das Museum mit trägt und unterstützt. Im Bild der Eingang am Kaspar Hauser Platz. Durch die Stadtmauer kommt man zum Brücken-Center. Fotos: © leo wirth
Das Kaspar-Hauser-Denkmal ist in der Platenstraße zu sehen im Zentrum Ansbachs. Das 1981 errichtete Denkmal zeigt das "Kind von Europa" in zweierlei Gestalt: Einmal, wie Kaspar 1828 in Nürnberg auftauchte, das sogenannte "Auftauchbild" und zum anderen als jungen Edelmann, der 1833 im Ansbacher Hofgarten ermordet wurde.
Öffnungszeiten des Museum: Täglich außer montags 10.00 bis 17.00 Uhr. Kontakt: Markgrafenmuseum Ansbach, Kaspar-Hauser-Platz 1, 91522 Ansbach, Telefon:09 81-9 77 50 56, Mail: museum@ansbach.de
blogreiter Leo Wirth tschuess













