Der Weg zum Burggarten im Westen der Stadt Rothenburg ob der Tauber führt von der Herrngasse durch die Burgtoranlage mit dem Torturm, dem Torhaus, den beiden Wachhäuschen vorne und dem Brückenteil, das früher eine Zugbrücke hatte. Der Blick geht in die weitläufige Parkanlage des Burggartens die sich auf einer nach Westen vorspringende Bergnase befindet. Hier war die Keimzelle der Stadt Rothenburg, denn hier stand schon vor dem Jahr 1000 die erste Burg. Eine zweite kam hinzu, aber beide wurden durch ein Erdbeben 1356 zerstört. Die Bauzeit des Torturmes, dem ältesten und höchsten Rothenburgs, war im 12. Jahrhundert. Die Toranlage wurde um ca. 1460-70 errichtet und das Außentor ist wappengeschmückt und wird von einem Wach- und Zollhäuschen flankiert, es ist eines der beliebtesten Fotomotive.
An dem mittleren Torhaus ist noch die Maske über dem Tor, durch deren Mundöffnung heißes Pech auf die Angreifer geschüttet werden konnte, es sind auch noch die Öffnungen für die Ketten der Zugbrücke zu sehen. Der Burgtorturm, der höchste der Stadt aber ist weithin sichtbar, sowohl von Süden beim Kobolzellertor, als auch von Norden her. Die Burgtoranlage mit der gepflegten Gartenlandschaft, sowie der natürlichen Aussichtsterasse, bietet einen reizvollen Blick in das Taubertal mit den historischen Brücken und dem Topplerschlößchen. Vom Burggarten führt auch der alte historische Weg, die Eselsteige hinunter ins Taubertal zu den Mühlen und zum Topplerschlößchen. Nach rechts führt der Arthur-Wasse-Weg zur Klingenbastei und man kommt am ehemaligen Totengräbersturm vorbei. Foto: © Leo Wirth
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