Im Forchheim der Jahre 1921 kam Adolf Vogel zur Welt.Er ging da auch zur Schule und ins Gymnasium.Wie alle jungen Männer damals, wurde er 1939 eingezogen und erhielt eine Funkausbildung bei der Luftwaffe.Schon vorher interessierte ihn die Morsetelegrafie,sie wurde seine bevorzugte Betriebsart.Später, von 1940 bis 1945, war er Peilfunker bei der Luftwaffe auf verschiedenen Flugplätzen. Seine Rufzeichen im Flugsicherungsdienst waren DDU, YRA, YRB, LZJ, und DYB.Aus dieser Zeit besteht auch die Freundschaft mit Hans Raab, DL3CT,in Lichtenfels, mit dem er jeden Sonntag ein CW-QSO fährt, ein Funkgespräch in Telegrafie.( Fotos: ADIs cards 1946 und Adolf 1959 ).
Nach dem Krieg war Adolf als Funkfachmann im Polizeidienst tätig und ging 1981 in den Ruhestand. Adolf begann seine Amateurfunktätigkeit nach 1945.Am 04.10.1949 legte er die Lizensprüfung ab und erhielt das Rufzeichen DL3SZ ,zugeteilt für seinen Wohnsitz in Ansbach/Mfr.
Die Telegrafie, und der DX-Betrieb, Weitverbindungen über 2000 km Entfernung, reitzten ihn besonders und waren ab da sein Leben. Täglich,immer aktiv auf allen Kurzwellenbändern arbeitete er 363 Länder und erreichte die DXCC Honor Roll Nr.1. Diplome wie das WAZ - worked all zones, WAE-Top - worked all European, WAS - worked all States USA,das US-County Award 1000 und viele weitere schwierige Diplome hängen in seiner Funkbude..Er ist Mitglied im DARC, dem Deutschen Amateur Radio Club, und wurde in Anerkennung seiner Leistungen für das WAE zum Ehrenmitglied ernannt. ( Fotos: Adolf DL3SZ am Flohmarkt in Nürnberg 1989 und Adi in seinem Shack )
Im Ortsverband Ansbach war Adolf von 1951-1952 OVV, Vorsitzender sowie in vielen Jahren später bei der Ausbildung für Telegrafie und Gesetzeskunde tätig. Er regte Mitglieder in Kursen zum Selbstbau von Geräten an. Seine Stationsausrüstung besteht aus einem Yaesu FT-1000MP Mark-5-Field, Endstufe, Selbsbaugeräte Monoband, und QRP. Seine Antennen für HF sind ein 3Band Beam von Cushcraft und eine FD4 inverted, für die WARC Bänder und 40/80 meter.
In vielen Vereinen ist Adolf Mitglied, wie dem HSC ,High Speed Club, Rubrik: Dies und Das. Sowie bei UFT dem franz. Telegrafieklub, Foto: Treffen in Wolkersdorf 2001 mit Jean F2DG, Adolf DL3SZ und Leo DL4NBE, weiter GTC dem griechischen Telegrafieklub, GDXF der German DX Foundation, DIG Diplom Interessen Gruppe usw. Beim Funkklub der Polizei, dem IPARC - Internat. Police Amateur Radio Club, ist er Gründungsmitglied und war viele Jahre lang der Rundspruchleiter der Funkrunden. ( Foto: QSL Karte mit IPARC-Logo ) Schon am 07.01.1976 erhielt er in der Vorstandssitzung den Auftrag innerhalb der Deutschen Sektion der IPA die Leitung der Funkamateure zu übernehmen und eine Klubstation zu errichten.
Die OPD Nürnberg erteilte das Rufzeichen DL0IP für die Deutsche Sektion Um die Aktivitäten unter den Funkamateuren zu fördern,wurde das “Sherlock Holmes Award“ (SHA) geschaffen. Das SHA wird in drei Leistungsstufen vergeben. Es kann für Verbindungen mit IPARC-Mitgliedern ab dem 01.03.1976 erworben werden. Zur Förderung der Zusammenarbeit unter den Mitgliedern und mit Funkamateuren weltweit hat er den IPA-Contest geschaffen, der alljährlich im ersten Wochenende im November auf den Kurzwellen stattfindet.
Kontakte zu Funkfreunden im Limousin wie Jean Guillon F2DG, UFT Mitglied aus Parsac im Dept. 23 und anderen DXern in Correze, werden gepflegt. Adolf ist durch etliche Publikationen in Fachzeitschriften wie CQ-DL, oder der QST hervorgetreten mit Artikeln über Funkgeräte, Selbstbaugeräte, elektronische Morsetasten, div.Filter, Antennen und
Funkbetriebstechnik. Im DL-QTC 8/1958 schrieb Adolf einen Beitrag über Multibandkreise im Amateursender und eine Ergänzung in Heft 12/58. Im Foto: Oldtimer ADI mit "84" on the Roof,bei der Montage seiner Fuchskreis-Antenne, speziell für 10 MHz. (handy-foto August 2005)
Auf dem Foto links ist er im Juni 2007 mit seinen 86 Lenzen im etwas sicheren Montagekorb des Hubwagens mit Wartungsarbeiten am Balun seines Beams zu sehen. Seine besondere Liebe gilt aber nach wie vor der Schnelltelegrafie, die er mit den Enthusiasten des HSC teilt. Der Spruch “Funken hält JUNG !“ trifft auf Adolf besonders zu, sitzt er doch trotz seiner jetzt “88“ immer noch täglich an der Station auf der Jagd nach neuen Ländern ,Inseln und Counties. Fotos © leo wirth.
Wir wünschen weiter allzeit gute Conditions, vy 73 de dl4nbe
tschuess
Nachtrag: Im April 2007 erhielt Adolf Vogel vom Distrikt FRANKEN, die Ehrenurkunde für 60 Jahre DARC-Mitgliedschaft ! Congrats!
Am 20.März 2009 konnte Adolf bei guter Gesundheit seinen 88sten Geburtstag feiern!
Leo Wirth
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