Der Funkverkehr (QSO genannt) läuft in gewissen, eingebürgerten Formen ab. Es sollte aber kein Funkamateur eine Verbindung schnell und lieblos abwickeln, nur um eine hohe Zahl an QSO s zu erreichen und um schnell an viele QSL-Karten zu kommen. Zu den Telefonieverbindungen in SSB mode, kommen die in Telegrafie CW mode dazu, die bei DX-Betrieb (Weitverbindungen) und in starken Pile Up (viele Anrufer), immer noch ein besseres Durchkommen ermöglichen. AGCW-DL.
Morse Code ist die Sprache des Tastfunks. CW-Enthusiasten sind meist in Klubs organisiert, wie in der AGCW-DL der Arbeitsgemeinschaft Telegrafie e.V. oder FISTS HQ International Morse Preservation Society England, der UFT Union Francaise des Telegraphistes, oder OECWG der Österreichischen Gruppe, Marconi Italien, GTC Griechenland oder anderen, um ihre gemeinsamen Interessen zu pflegen.
Wer Kontakt sucht benützt für einen Anruf das “cq“, gefolgt von “de“ und dem eigenen Rufzeichen. Wer ein bestimmtes Land oder einen Erdteil sucht, mit über 2000km Entfernung, der gibt hinter dem cq ein “dx“ ,also “cq dx“, für den Wunsch nach einer Überseeverbindung. Beim Hören eines cq dx Rufes, wartet man das “k“ der Gegenstation ab und antwortet mit dem eigenen Rufzeichen.
Für DXer gibt es Interessenverbände, die mit Bulletins Informationen über Aktivitäten verbreiten, wie z.B. die EUDXF die European DX Foundation und Andere.
Das Auffinden und Arbeiten der Stationen wird erleichtert durch die Bekanntgabe der Daten, Zeiten in UTC und Frequenzen (QRGs) in MHz, in diversen DX-Clustern via Packet-Radio oder Internet. Die verwendeten Abkürzungen, Kürzel werden im Q-Schlüssel, als Frage und Antwort, aufgelistet. Eine Bewertung der Signale erfolgt in RST, Lesbarkeit, Lautstärke und Tongüte, z.B.“599“.
Die ganz schnellen unter den Morsefreunden, so ab 120 Buchstaben pro Minute, sind im High Speed Club, dem HSC oder VHSC organisiert und messen sich und ihre Fertigkeit in Wettbewerben. Telegrafisten, CWer also, brauchen kein Mikrofon sondern nur eine gute Morsetaste. Die Gegner der Morsetelegrafie und Verfechter der EDV-Technik sollten dabei nicht vergessen, dass man in Katastrophenfällen, bei Ausfall der modernen Systeme, mit der Morsetelegrafie und batteriebetriebenen Sendern immer noch gut kommunizieren kann. Darauf sollte auch in Zukunft auf keinen Fall verzichtet werden.
Schöne Tasten sind bei Christian dl4fo und bei ra1aom unter Paddle zu sehen.
blogreiter tschuess
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